Das Schwebekörper-Durchflussmessgerät H250 M40 erhält neue SIL 2 Zertifizierungen und setzt damit einen neuen Branchenstandard für die funktionale Sicherheit von Schwebekörper-Durchflussmessgeräten in der Prozessindustrie: Die Prüforganisation exida hat sowohl die Grenzwertschalter als auch erstmals den 4…20-mA-Analogausgang des Geräts nach SIL 2 zertifiziert.
Die neue Zertifizierung umfasst nicht nur die zufälligen Ausfallraten der Hardware, die über eine FMEDA ermittelt und mit Felddaten bestätigt wurden, sondern auch den Nachweis der systematischen Eignung der Soft- und Hardware durch geeignete Entwicklungs- und Fertigungsprozesse gemäß den Anforderungen aus der IEC 61508:2010 Teil 1-3. Sie löst die bisherige herstellerseitige SIL Selbsterklärung (SIL 2 für Grenzwertschalter bzw. SIL 1 für den 4…20 mA Ausgang) ab.
Das H250 M40 ist das Standard-Schwebekörper-Durchflussmessgerät für Anwendungen in der Prozessindustrie und der OEM-Branche. Es kombiniert die zuverlässige Messung von Flüssigkeiten und Gasen mit modernen Kommunikations- und Diagnosefunktionen. Zusätzliche elektronische Module können jederzeit ohne Prozessunterbrechung ergänzt oder ausgetauscht werden. Auf diese Weise lassen sich die Funktionen des Geräts an neue Anforderungen anpassen – von der analogen Durchflussmessung ohne Hilfsenergie bis hin zur digitalen Integration in eine Feldbus-Anlage.
Das robuste Ganzmetall-Gerät ist in einer Vielzahl von Werkstoffen und Ausführungen erhältlich und eignet sich für extreme Prozessbedingungen wie Anwendungen mit hohen Drücken (bis 1000 barg / 14500 psig) und Temperaturen (-196…+400°C / -320…+752°F) oder aggressiven Medien. Außerdem lässt es sich horizontal oder in Fallleitungen bis DN150 / 6"" einsetzen. Varianten für hygienische Anwendungen ergänzen das Portfolio. Durch zusätzliche Geräte- und Applikationsdiagnosen, wie etwa die Erkennung von Schwebekörper-Blockaden, Gaskompressionsschwingungen oder pulsierenden Durchflüssen, unterstützt das Gerät die Erhöhung der Betriebssicherheit in anspruchsvollen Anlagen und - mit aus der Diagnose abgeleiteten Korrekturmaßnahmen in der Applikation - eine Verlängerung der Lebensdauer.